Modell eines Gebisses

Überbiss: Wie er entsteht und behandelt wird

Bildnachweis: AdobeStock 32156448// Urheberrecht: Robert Kneschke

Beim Überbiss handelt es sich um eine Fehlstellung des Kiefers. Man spricht von einer solchen Kieferanomalie, wenn entweder der Oberkiefer zu groß oder der Unterkiefer zu klein ist, beide also nicht aufeinander passen und sich überlappen. Dabei ist allerdings anzumerken, dass eine Abweichung von zwei bis vier Millimetern als ein normaler, nicht behandlungsbedürftiger Überbiss angesehen wird. Erst wenn die Zahnfehlstellung diesen Bereich überschreitet, liegt ein vergrößerter Überbiss vor. Wie dieser entsteht und behandelt werden kann, verraten Ihnen die Pluszahnärzte®, Ihre Praxis für Kieferorthopädie in Düsseldorf.

 

Was sind die Ursachen für einen Überbiss?

Eine solche Kieferfehlstellung kann durch unterschiedliche Einflüsse hervorgerufen werden. So kann ein Überbiss sowohl erblich bedingt als auch durch eigenes Verhalten entstanden sein. Leidet also ein Elternteil unter einem Überbiss, so besteht für die Kinder ein erhöhtes Risiko, ebenfalls eine solche Fehlstellung zu entwickeln.

Häufig wird der Grundstein allerdings im Kindesalter gelegt. Intensives Lutschen am Daumen oder permanentes Pressen der Zunge gegen die Vorderzähne können die Entstehung eines Überbisses begünstigen. Ebenfalls ursächlich können die fehlende Behandlung von Zahnlücken oder schief wachsende Weisheitszähne werden. Diese führen nämlich in der Regel zu Verschiebungen und mithin zur Bildung eines Überbisses.

 

Überbiss: Mögliche Folgen bei fehlender Behandlung

Je nach Ausprägungsgrad des Überbisses kann es zu gravierenden Folgen für die Gesundheit kommen, wenn die Fehlstellung nicht behandelt wird. Nennenswerte Beeinträchtigungen sind:

  • Erhöhtes Risiko für die Bildung von Karies
  • Atemwegserkrankung
  • Veränderung der Gesichtsstruktur
  • Probleme bei der Nahrungsaufnahme
  • Probleme bei der Artikulation
  • Muskelverspannungen und Kopfschmerzen

 

Korrektur des Überbisses bei Kindern

Gerade in der kindlichen und jugendlichen Wachstumsphase lassen sich Überbisse und etwaige Fehlstellungen häufig durch die Anpassung von Verhaltensmustern verhindern. Darauf zu achten ist, dass Angewohnheiten wie Nägelkauen oder Zungenpressen unterlassen werden. Zudem werden häufig herausnehmbare Zahnspangen eingesetzt, die eine Fehlentwicklung ausbremsen sollen.

 

Korrektur des Überbisses bei Erwachsenen

Zur Korrektur des Überbisses bei Erwachsenen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Welche davon gewählt wird, hängt maßgeblich davon ab, wie ausgeprägt die Fehlstellung ist. Zunächst einmal können Korrekturen durch Zahnspangen für Erwachsene vorgenommen werden. Eine weitere mögliche Maßnahme ist eine Operation. Durch eine solche Behandlung kann der Knochenbau nachhaltig geformt und verbessert werden.

Mögliche Maßnahmen im Rahmen einer Operation sind:

  • Entfernung von Zähnen
  • Implantation von Zahnersatz
  • Einsatz von Platten und Schrauben in den Kiefer

 

Wer übernimmt die Kosten für die Behandlung?

Wenn der Überbiss zur Beeinträchtigung der Kaufunktion führt oder aber der Überbiss die Größe von sechs Millimetern übersteigt, so kommt in der Regel die Krankenkasse für die Kosten der kieferorthopädischen Korrektur auf. Nicht erstattungsfähig sind jedoch Behandlungen des Überbisses aus rein ästhetischen Gründen. Diese müssen vom Patienten oder der Patientin selbst getragen werden.

 

Zusammenfassung: Wie behandelt man einen Überbiss?

Wenn Sie an einem Überbiss leiden, wenden Sie sich zunächst an Ihren Zahnarzt oder Ihre Zahnärztin. Dort können Sie mögliche verhaltensbedingte Ursachen Ihres Überbisses sowie den Schweregrad und in Betracht kommende Behandlungsmöglichkeiten besprechen. Ebenso werden Sie in der Praxis auf Nachfrage über die Kostenerstattung bei erforderlicher Operation beraten. Jedenfalls gilt aber, dass Sie bei Verdacht oder Vorliegen einer Fehlstellung medizinischen Rat in Anspruch nehmen sollten, um mögliche gesundheitliche Schäden zu vermeiden. Die Pluszahnärzte® in Düsseldorf sind gerne für Sie da!

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