Die 5 besten Tipps gegen Schnarchen

Wenn sich in Ihrem Schlafzimmer regelmäßig die Geräuschkulisse eines Sägewerks entfaltet, ist das nicht nur störend für die Nachtruhe. In vielen Fällen ist Schnarchen sogar gesundheitsschädlich, da bei der Atemstörung Luftwege blockiert werden. Das ruft neben den sägenden Geräuschen auch eine eingeschränkte Luftzufuhr und teils sogar einen Sauerstoffmangel hervor. In extremen Fällen tritt eine Schlafapnoe auf, bei der die Atemwege komplett blockiert sind, was zu bis zu 15 Atemaussetzern pro Stunde führt. Wie können Sie also gegen das unliebsame Schnarchen vorgehen? Im Folgenden erwarten Sie die 5 besten Anti-Schnarch-Tipps von den Zahnärzten in Düsseldorf.

Was hat Schnarchen mit dem Kiefer zu tun?

Viele Menschen vermuten die Ursache des Schnarchens in der Nase. Deshalb greifen Betroffene oft zu speziellen Nasensprays und Schnarchpflastern für den Nasenrücken. Während eine verstopfte Nase das Schnarchen begünstigen kann, liegen die eigentlichen Ursachen an anderer Stelle. Die Klinik für Schlafmedizin Grand Arc in Düsseldorf fand folgende Auslöser:

  • Bei 30 % der Schnarcher fällt die Zunge zurück und versperrt die Atemwege.
  • Für 20 % ist ein Absenken des Gaumensegels und des Gaumenzäpfchens zur Zunge die Ursache.
  • Die übrigen 50 % zeigen eine Mischung der eben genannten Schnarchformen.

Kieferfehlstellungen können das Schnarchen nicht unwesentlich beeinflussen. Ein zu kleiner oder verschobener Kiefer kann ein Ungleichgewicht im Kopf-Halsbereich verursachen. Neben Verspannungen und Schmerzen in Kopf, Hals und Schultern, der sogenannten craniomandibulären Dysfunktion (CMD), lösen Fehlstellungen im Kiefer auch Zähneknirschen und -pressen aus. Zudem führt eine Kieferfehlstellung oft zu Verengungen der Atemwege. Diese Beschwerden können Ursachen für einen unruhigen Schlaf, Schnarchen sowie für eine Schlafapnoe sein.

1. Nase frei halten

Obwohl in der Nase nicht die eigentliche Ursache für das Schnarchen liegt, wird dieses durch eine verstopfte Nase begünstigt. Wenn die Nasenatmung nicht möglich ist, steht der Mund im Schlaf offen. Hierbei verengt sich der Rachen und die Zunge wird beim Einatmen leichter angesaugt. Gehen Sie daher gegen Verkrümmungen der Nasenscheidewand, chronische Nasennebenhöhlenentzündungen und Allergien vor, um die Nasenatmung zu erleichtern.

2. Rückenlage vermeiden

Wenn Sie gerne auf dem Rücken schlafen, fördert Ihre liebste Schlafposition das Schnarchen. In Rückenlage fällt die Zunge leichter zurück und blockiert die Atemwege, wodurch das Schnarchgeräusch entsteht. Besonders stark sind Sie betroffen, wenn Ihr Kinn sich zudem in Richtung Brustkorb neigt. Versuchen Sie sich also anzugewöhnen, auf der Seite zu schlafen, und verwenden Sie keine zu hohen Kopfkissen. Spezielle Seitenschläferkissen und Rollen können hierbei helfen.

3. Keine üppigen Speisen, Alkohol oder Beruhigungsmittel am Abend

Auch wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie nach einem sättigenden Mahl oder einem Bier direkt einschlafen könnten, fördert dieser Genuss keinesfalls die Qualität des Schlafes. Ein übermäßig voller Magen drückt das Zwerchfell und die darüberliegend Lunge nach oben, was ungünstig für den Luftstrom ist. Der abendliche Alkoholgenuss lässt das Gewebe erschlaffen, wodurch sich der Gaumenbogen senkt und die Zunge leichter nach hinten fällt. Auch beruhigende Medikamente haben eine muskelentspannende Wirkung und sollten wenn möglich gemieden werden. Setzen Sie verordnete Medikamente jedoch nicht eigenhändig ab, sondern besprechen Sie mögliche Alternativen mit Ihrem behandelnden Arzt.

4. Nicht aufwecken

Dieser Tipp wendet sich vor allem an jene, die das Bett mit schnarchenden Menschen teilen. Auch wenn es verlockend sein mag, durch das Wecken kurz für Ruhe zu sorgen, ist dies auf die gesamte Nacht gesehen eher kontraproduktiv. Schnarchen tritt nämlich vor allem in der Leichtschlafphase auf und nimmt in der Tiefschlafphase für gewöhnlich wieder ab. Wenn Schnarchende in der Nacht immer wieder geweckt werden, folgt auf die Einschlafphase nur die Leichtschlafphase und die ruhigere Tiefschlafphase wird nicht erreicht. Das beeinträchtigt nicht nur die Schlafqualität der schnarchenden Person, sondern führt auch zu noch mehr Schnarchgeräuschen.

5. Ärztliche Hilfe suchen

Wenn keine der oben genannten Tipps zu einer Erleichterung führen, dann suchen Sie sich ärztliche Hilfe. Eine Fachärztin oder ein Facharzt untersucht, wo Ihre Auslöser für das Schnarchen liegen, und kann mit individuellen Lösungen Abhilfe schaffen. Kieferorthopädische Therapiemethoden sind beispielsweise Protrusionsschienen, die das Verhältnis zwischen Oberkiefer und Unterkiefer im Schlaf korrigieren und fixieren. Der Unterkiefer wird mithilfe der Schiene nach vorne geschoben, was die Atemwege erweitern, die Luftzufuhr verbessern und das Schnarchen beseitigen kann.

Bei weiteren Fragen zum Thema Schnarchen und für eine individuelle Behandlung beraten Sie alle Zahnarztpraxen im Netzwerk der Pluszahnärzte® in Düsseldorf.

Bildnachweis: Adobe 58267072 // bilderzwerg

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